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Evolutionspädagogik - was ist das?

Kurz gesagt ist die Evolutionspädagogik® eine moderne Form der Problemlösung, mit der schnell und effektiv bei Stress bzw. Lern- und Verhaltensproblemen geholfen werden kann. Sogenannte Auffälligkeiten, wie z.B. Hyperaktivität, aggressives Verhalten, Leseschwäche, Prüfungsangst usw. versteht die Evolutionspädagogik® als Hinweise auf mögliche neuronale Blockaden. Diese werden punktgenau ermittelt und durch gezielte Bewegungsübungen abgebaut. So entstehen neue neuronale Verschaltungen. Die Wahrnehmung erweitert und die Ausdrucksfähigkeit verbessert sich. Vorhandene Potenziale und Fähigkeiten können gelebt werden.

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Der hinter der Methode stehende Ansatz wurde vor über 25 Jahren von Ludwig Koneberg am Institut für Praktische Pädagogik I.P.P. © in München konzipiert. Seit dem wird er in über 400 Praxen täglich mit großem Erfolg angewendet und stetig weiter entwickelt.

Der Ansatz der Evolutionspädagogik basiert auf aktuellen Erkenntnissen der Gehirn- und Lernforschung und verbindet diese mit dem Wissen um die evolutive Entwicklung des Menschen und der pädagogischen Kinesiologie.

Nach den aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung durchläuft jeder Mensch vom Zeitpunkt der Zeugung bis zum vierten, fünften Lebensjahr sowohl organisch, als auch motorisch die Entwicklungsstufen der Evolution im Zeitraffer. Auch die vergleichende Anatomie belegt, dass das menschliche Gehirn in seiner Struktur die evolutionäre Entwicklung aller Gehirne in sich trägt.

Die Entwicklung des Menschen vom Embryo über die Geburt zum Säugling und Kleinkind folgt naturgegeben dem gleichen Prozess. Rollen, robben, krabbeln, kriechen, vollständiges Aufrichten und Sprachentwicklung gehören zu diesen Entwicklungsstufen und entsprechen der Entwicklung vom Fötus im Mutterleib bis hin zum Vorschulkind.

Das die Vernetzung des Gehirns in dem Maße zunimmt, in dem sich die Motorik entwickelt und sich so die visuelle Wahrnehmung erweitert, wird durch die moderne Hirnforschung belegt.

In der Evolutionspädagogik® greifen wir sieben besonders wichtige aufeinander aufbauende evolutive Stufen auf. Diese greifen ineinander über und stehen miteinander in Wechselwirkung. Angelehnt sind diese Stufen an das Entwicklungsmodell Darwins. Hier entwickeln sich Bewegungsmuster und Reflexe vom Fisch über Amphibie, Reptil zu Säugetier, Affe, Urmensch bis hin zum heutigen modernen Menschen.

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In jeder Entwicklungsstufe werden bestimmte Kompetenzen und Fähigkeiten ein trainiert und erworben. Diese beziehen sich nicht nur auf Bewegungsmuster, sondern auch auf die Wahrnehmung, die Kommunikationsfähigkeit und das Verhalten. So entwickelt sich innerhalb einer Stufe eine Bandbreite von Verhaltensmöglichkeiten die sich zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Polen bewegt.

Die Evolutionspädagogik spricht von den sieben Sicherheiten, die Menschen brauchen.

Nur wer das richtige Gefühl für seinen Körper entwickelt, kann auch seine kognitiven Potenziale entfalten.Gerald Hüther

Optimalerweise werden alle Entwicklungsstufen so integriert, sprich ausreichend durchlebt und erfahren, dass wir uns völlig frei bewegen, denken und handeln können. Wir können uns innerhalb einer Stufe aller Fähigkeiten bedienen und in jeder Situation angemessen reagieren. Wir sind allen motorischen, geistigen und emotionalen Anforderungen des Lebens gewachsen und können ihnen positiv begegnen.

Hat ein Kind, egal aus welchem Grund, nicht die Möglichkeit, alle Bewegungs-, Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Kommunikationsmuster der Evolution ausreichend zu üben und zu integrieren, kann es zu Blockaden auf dieser Stufe kommen.

Auch die darüber liegenden Stufen können dann nur schwer vollständig integriert werden, da bestimmte Vernetzungen im Gehirn blockiert oder eben nur schwach ausgeprägt sind.

Dies hat Auswirkungen auf die individuelle Wahrnehmung und somit auch auf das Verhalten. Ob wir nun einer Situation mit Angst oder Gelassenheit, mit Rückzug oder Angriff begegnen, hängt im Wesentlichen davon ab, ob wir in der entsprechenden Situation stressfrei auf alle unsere Talente und Ressourcen zurückgreifen können oder nicht.

Ist eine der Entwicklungsstufen blockiert, reagieren wir in Stresssituationen aus dieser Stufe heraus mit festgefahrenen Verhaltensmustern. Die Bandbreite der blockierten Stufe steht nicht zur Verfügung. Wir können also bestimmte Aspekte der Stufe nicht leben oder wir können nur diese leben, egal ob es angemessen ist oder nicht. In solchen Momenten sind wir nicht im Gleichgewicht und haben keine Möglichkeit auf all unsere Talente und Fähigkeiten zuzugreifen.

Dabei ist das, was als Stress empfunden wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

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